Deutschlandsemesterticket für Studierende

Liebe Kommiliton:innen,

wie ihr mit Sicherheit mitbekommen habt, haben sich Bund und Länder Ende November auf ein günstigeres Deutschlandticket (D-Ticket) für Studierende geeinigt. Berichtet wurde in den Medien, z.B. hier: https://www.tagesschau.de/inland/D-Ticket-studierende-100.html.

Kurz und knapp:

  • Das Deutschlandsemesterticket wird nur im Solidarmodell erhältlich sein. D.h., dass alle Studierenden einer Studierendenschaft, wie beim jetzigen Semesterticket auch, unabhängig davon, ob sie das Ticket nutzen oder nicht, den Preis für das Deutschlandsemesterticket zahlen.
  • Sollte sich der Preis für das Deutschlandticket erhöhen, wird sich auch der Preis für das Deutschlandsemesterticket erhöhen. Der vorgestellte Preis von 29,40 Euro pro Monat ist daher langfristig nicht gesichert.
  • Der laufende Semesterticketvertrag mit den Nahverkehrsunternehmen lässt sich nicht kurzfristig kündigen, insofern ist ein Umstieg für die Studierendenschaft der TU Braunschweig zum Sommersemester 2024 nicht möglich. Auch andere verwaltungstechnische Hürden stehen einer kurzfristigen Änderung des Semesterticket-Modells entgegen.
  • Der AStA steht im engen Kontakt mit den Nahverkehrsunternehmen und den am Semesterticket beteiligten Studierendenschaften aus Niedersachsen. Auch im Studierendenpalament wurde berichtet.

Am 23. Januar 2024 findet eine studentische Vollversammlung statt, in der ihr eure Fragen stellen sowie Wünsche und Bedenken äußern könnt. Kommt gerne vorbei!

Im Folgenden findet ihr in detaillierter Form die Eckpunkte des Deutschlandsemestertickets (D-Semesterticket):

  • Das D-Semesterticket soll im Solidarmodell erhältlich sein, d. h., dass jede Studierendenschaft selbst entscheidet, ob sie für alle Studierenden ein entsprechendes Deutschlandsemesterticket abschließt. Eine individuelle Entscheidung, wie beim aktuellen Upgrade des Semestertickets auf das D-Ticket, ob man das D-Semesterticket abnehmen möchte, gibt es also nicht.
  • Sollten wir uns für das Deutschlandsemesterticket entscheiden, müssten alle Studierenden für das Deutschlandsemesterticket zahlen, wie beim aktuellen Semesterticketmodell auch.
  • Der Preis des D-Semesterticket soll 60 Prozent vom Preis des D-Ticket betragen, ist also maßgeblich an dessen Preisentwicklung gebunden. Beim jetzigen Preis von 49 Euro pro Monat für das D-Ticket würde das ein Preis von 29,40 Euro pro Monat für das D-Semesterticket pro Person bedeuten.
  • Da das D-Semesterticket nach den jetzigen Plänen nur semesterweise abgenommen werden kann, würden wir beim aktuellen monatlichen Preis von 49 Euro für das Deutschlandticket 176,40 Euro pro Semester für das Deutschlandsemesterticket zahlen. Der Preis liegt also im Preisbereich des aktuell gültigen Semestertickets.
  • Ob dieser Preis Bestand hat, ist jedoch mehr als unklar, da die Finanzierung des Deutschlandticket auf sehr wackeligen Beinen steht und die Erhöhung des monatlichen Preises zum 01. Mai sehr wahrscheinlich ist.
  • Ab dem Sommersemester 2024 können Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünde und Landestariforganisationen mit Hochschulen, Studierendenwerken und Studierendenvertretungen Vereinbarungen über ein Semesterticket in Form eines Deutschlandsemestertickets treffen.
  • Das aktuell geltende individuelle Upgrade des Semestertickets auf das Deutschlandtickets soll nur noch bis einschließlich Wintersemester 2024/2025 erhältlich sein.

Nun fragt ihr euch sicherlich, wie gut die Chancen stehen, dass die Studierenden der TU Braunschweig im Sommersemester 2024 ein Deutschlandsemesterticket haben können?

Leider ist der Umstieg in das D-Semesterticket zum Sommersemester 2024 aus folgenden Gründen für die Studierendenschaft der TU Braunschweig nicht möglich:

  • Der Semesterbeitrag (und damit auch der Beitrag für das Semesterticket für das Sommersemester 2024) ist bereits festgesetzt.
  • Vom Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB), welcher voraussichtlich das Deutschlandsemesterticket vertreiben und mit uns abwickeln wird, liegt zum jetzigen Zeitpunkt weder ein belastbares Angebot noch eine entsprechende Vertragsänderung oder ein neuer Vertrag vor, die eine Grundlage für eine Beitragsänderung sein könnten.
  • Beim Umstieg auf das Deutschlandsemesterticket müsste der bestehende Vertrag des landesweiten Semesterticket Niedersachsen/Bremen gekündigt werden. Der bestehende Vertrag lässt jedoch eine kurzfristige Kündigung nicht zu, sodass dieser Vertrag angepasst werden muss. Die Anpassungen wurden zwischen Studierendenvertretungen und Eisenbahnverkehrsunternehmen abgesprochen, müssen aber noch von allen Beteiligten unterschrieben werden (23 Studierendenvertretungen und 15 Eisenbahnverkehrsunternehmen).
  • Das Deutschlandsemesterticket wird laut Tarifbestimmung nur digital als Chipkarte (die TU-Card ist dafür nicht geeignet) oder Handyticket (App) ausgegeben. Hierfür muss eine neue Dateninfrastruktur geschaffen werden. Vor allem die Frage der Datenübermittelung in Verbindung mit dem Thema Datenschutz stellen uns und den VRB vor eine größere Aufgabe, die einen angemessenen Vorlauf braucht.

Wir arbeiten mit Hochdruck dran, die Weichen für ein Deutschlandsemesterticket zum WiSe 2024/2025 zu stellen. Da wir natürlich nicht über die Köpfe der Studierenden hinweg entscheiden wollen und gleichzeitig die Preisentwicklung des D-Ticket bzw. des D-Semesterticket kritisch betrachten, werden wir euch rechtzeitig in den Entscheidungsprozess zu D-Semesterticket mit einbeziehen.

Euer AStA